Umbau Alterszentrum Bärenmatt auf Kurs
Das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten wird saniert und erweitert.
Das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten wird saniert und erweitert. Die Arbeiten dauern bis 2029 und bringen den Bewohnenden viele Vorteile. Geschäftsleiter Roger Cébe gibt einen Einblick in die Planungsarbeiten.
Zur Mittagszeit herrscht im Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten Hochbetrieb vor dem Lift. Geschäftsleiter Roger Cébe kommentiert: «Bis alle Bewohnerinnen und Bewohner in der Cafeteria im Erdgeschoss sind, dauert das recht lange. Viele sind auf Gehhilfen angewiesen oder sitzen im Rollstuhl.» Dieses einfache Beispiel zeigt anschaulich auf, wie sich die Anforderungen an das Alterszentrum im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Seit dem Bau in den 1980er-Jahren wurden nämlich keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen.
Einen ersten Anlauf für eine Neuausrichtung habe man 2012 unternommen und ein Projekt für Alterswohnungen ausarbeiten lassen, erzählt Cébe. Die Kosten von damals rund 30 Millionen Franken hätten die Verantwortlichen aber abgeschreckt. Nun aber kann der Sanierungsbedarf nicht mehr weiter aufgeschoben werden. «Was aber gar nicht schlecht ist», bilanziert er. Denn die neue Planung enthalte eine bestechende Idee, schwärmt er.
Der Gebäudeflügel in Richtung Zugerstrasse wird verlängert. Das ermöglicht eine Erweiterung der heute 71 auf neu 90 Einzelzimmer für die Seniorinnen und Senioren. Das Baugesuch lag bis Ende des vergangenen Jahres öffentlich auf.
Die Fassaden in Richtung Süd-Westen und Süd-Osten bleiben unverbaut. Und so bleibt auch die Parkanlage in Richtung Reuss erhalten. Das ursprüngliche Projekt sah nämlich einen Erweiterungsbau im Bereich der Cafeteria vor. Nun bleibt die Rasenfläche erhalten und dient auch künftig als Freiraum für die Bewohnenden und die Mitarbeitenden. Er wird mit Asphaltwegen erschlossen und einer Sitzgelegenheit zur Reuss ergänzt.
Die Bauarbeiten sind in drei Etappen geplant und erfolgen im laufenden Betrieb. Während dieser Zeit könne nur noch rund die Hälfte der Zimmer belegt werden, sagt Cébe. Auch eine provisorische Unterbringung der Bewohnenden sei geprüft worden. Diese hätte die Bauzeit deutlich verkürzt, jedoch Mehrkosten von rund fünf Millionen Franken verursacht und sei deshalb verworfen worden. Insgesamt werden die Umbau- und Sanierungsarbeiten rund 40 Millionen Franken kosten.
Trotz der geringeren Belegung während der Bauphase habe dies keine Auswirkungen auf die Zahl der Mitarbeitenden, versichert der Geschäftsleiter. «Wir können es uns nicht leisten, den Fachpersonen zu kündigen, der Arbeitsmarkt ist komplett ausgetrocknet», sagt er.
In einer ersten Etappe, deren Start im Frühling 2026 vorgesehen ist, wird die Tiefgarage mit 34 Parkplätzen realisiert. Ein Jahr später, im Frühling 2027, beginnt dann die zweite Etappe mit der Erweiterung des Gebäudeflügels Alpenblick. Diese beschert dem Alterszentrum vier neue Zimmer pro Geschoss. Im bestehenden Gebäudeflügel Reusspromenade werden zehn Einzelzimmer angegliedert.
Während der dritten Etappe, die bis November 2029 dauert, wird das Attikageschoss ausgebaut und der Gebäudeflügel Reusspromenade saniert. Es werden unter anderem sämtliche Fenster und die Leitungen ersetzt.
Im obersten Geschoss befinden sich nebst den Zimmern der Bewohnenden auch einige Büros der Verwaltung. Diese werden künftig alle zentral im Erdgeschoss untergebracht. Mit zur Neugestaltung des Eingangsbereichs gehört auch ein grosszügig gestalteter Empfangsbereich. Diese baulichen Veränderungen sollen dazu beitragen, dass sich Bewohnende und ihre Besucher von der ersten Minute weg umsorgt und sicher fühlen wie in einem Hotel.
Dass es während der Bauarbeiten zeitweise lärmig wird, ist den Verantwortlichen bewusst. Entsprechende Arbeiten sollen mit der Bauleitung abgestimmt und angepasst werden. «Wir werden die Bewohnenden so gut wie möglich vor dem Lärm schützen», versichert Cébe. Denkbar seien etwa kleinere Ausflüge oder Aufenthalte im Garten, um sie während besonders intensiver Bauphasen zu entlasten.
Und die Rushhour vor dem Lift über die Mittagszeit? Die wird nach dem Umbau der Vergangenheit angehören. Dann werden auf allen Stockwerken kleine Restaurants vorhanden sein, in denen sich die Bewohnenden treffen. Das ermöglicht es künftig allen, auf der Etage am gemeinsamen Essen teilzunehmen. Bisher waren es rund zwei Drittel der Bewohnenden, die im Erdgeschoss gemeinsam assen. Am Standort der Küche und des Restaurants ändert sich übrigens nichts, sie bleiben im Erdgeschoss.






